Die Ausstellung „De kant van het Licht“ in der Grote Kerk in Emmen fühlte sich wie ein Wendepunkt an. Eine Ausstellung, in der meine Arbeit, mein Schaffensprozess und meine innere Stimme zusammenflossen. Auch der Titel erwies sich als innere Botschaft: Leichtigkeit und Offenheit wählen, dem Richtigen folgen. Die Reaktionen der Besucher bestätigten, dass meine Malerei in eine neue Phase eintrat: freier, klarer, offener, näher an meiner eigenen Identität, kraftvoll und jedes Bild erzählte seine eigene Geschichte, „als blickte das Gemälde zurück“.
Es war nicht nur eine Ausstellung; wir präsentierten auch eine Performance, die den Kern des Menschseins berührt: die Reise des Lebens mit all ihren Fragen, ihrer Schönheit und ihrer Verletzlichkeit. Für mich, Mineke Gravers, ist dies eine zutiefst persönliche Geschichte. Sie erzählt von meinem eigenen Weg als Künstlerin – von der klassisch ausgebildeten Malerin zur intuitiven Schöpferin – und davon, wie das Licht mir immer wieder den Weg weist. Ich fühle mich geehrt, dies gemeinsam mit Mark Hidding, Anja Warmink und Helene Westerik realisieren zu dürfen.
Gemeinsam verwebten wir Worte, Bilder, Gesang und Musik zu einer intimen Performance, die zum Innehalten und zur Verbundenheit einlud. Die Menschen erkannten etwas von ihrer eigenen inneren Bewegung wieder. So wurde die Performance nicht nur zu einer Präsentation, sondern zu einem gemeinsamen Raum der Reflexion und Begegnung, in dem der Erzähler uns ermutigte, ebenfalls unser eigenes Licht zu entfalten. Diese Ausstellung gab mir die Gewissheit, dass ich auf dem richtigen Weg bin, indem ich meinem wahren Wesen treu bleibe.


Amo volo ut sis: Ich liebe, ich möchte, dass du bist. Dieses Gemälde handelt von Liebe als Freiheit: den anderen so zu sehen und anzuerkennen, wie er ist. Es lädt zur Präsenz ein, ohne Urteil oder Erwartung – eine Ode an die Verbindung in Licht und Farbe.